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Trifakultäres Mentoring für Doktorandinnen der Theologischen, Juristischen und Philosophisch-Historischen Fakultät
Dass in punkto akademischer Nachwuchsförderung Handlungsbedarf besteht, darin waren sich die Mentees und MentorInnen des 2. dissplus-Netzwerktreffens am 30. Juni 2011 prinzipiell einig; lediglich wie diesem nachgekommen werden solle, darin schieden sich die Gemüter. So stiessen Dr. Caspar Hirschis (Wissenschaftsforschung, ETH Zürich) aufgezeigten Lösungswege wie z.B. die vermehrte Einführung von Teilzeitprofessuren oder gar die Abschaffung von Ordinariaten nur auf wenig Gegenliebe. Weitere Ansätze zu einer besseren Laufbahn- und Nachwuchsförderung insbesondere für Frauen wurden anschliessend bei Obstwein und Tappasgenuss diskutiert. Gegen Ende der Veranstaltung öffnete Mentor und Hausherr Prof. Dr. Martin Wallraff die Türen der Frey-Grynaeischen Bibliothek und offenbarte dort so manches "Geheimnis" alter Buchseiten.
Dies war sicherlich eine zentrale Frage im ersten dissplus-Workshop zum Thema Forschungsfinanzierung am 3. September 2010. Agnes Hess vom Ressort Nachwuchsförderung der Universität Basel, Dr. Marcel Kullin vom SNF sowie Prof. Peter Blome von der Freiwilligen Akademischen Gesellschaft Basel informierten über Fördermöglichkeiten und beantworteten in Einzelgesprächen die spezifische Fragen der dissplus-Mentees. Einen Blick in die "Antragspraxis" konnte anschliessend Dr. Barbara Piatti geben, indem sie als erfolgreiches "Best-Practice-Beispiel" ihre Erfahrungen schilderte.
"Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft" heisst das Thema des diesjährigen Nachwuchsapéro am 11. November 2010, 18.30 Uhr (Wildt'sches Haus), organisiert von den Ressorts Chancengleichheit, Nachwuchsförderung sowie dem Zentrum Gender Studies. In einem Podiumsgespräch werden die strukturellen Hürden des Wissenschaftsfeldes sowie das Phänomen Kinderlosigkeit unter Wissenschaftler/innen diskutiert sowie mögliche Lösungswege skizziert. Podiumsgäste mit verschiedenen Lebensstilen und Karriereverläufen berichten über ihre persönliche Situation in der Balancierung von Wissenschaft und Familie. Der anschliessende Apéro dient den Nachwuchswissenschaflter/innen, sich über das Thema auszutauschen, informelle Kontakte herzustellen und sich zu vernetzen. (Flyer)
Am 21. Mai 2010 wurde ganz offiziell der Start von dissplus 2010/2011 begangen. In einem Workshopteil haben sich die 22 ausgewählten Mentees eingehend mit ihrer wissenschaftliche Standortanalyse sowie ihren dissertationsspezifischen und wissenschaftlichen Zielen auseinandergesetzt, um eine klare Motivation für ihre Mentoring-Beziehung zu haben. Am Nachmittag standen Teamentwicklung und Gruppendynamik im Vordergrund. Im Rahmen einer Stadtrallye rund um den Spalenberg haben sich Mentees, Mentorinnen und Mentoren gemeinsam auf den Weg gemacht. Impressionen
Dieses ernüchternde Ergebnis ergab eine aktuelle Umfrage der Fachzeitschrift "Nature", an der sich mehr als 10.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 16 Ländern beteiligt haben. Während Dänemark und Frankreich hinsichtlich der Vereinbarkeit universitärer Berufe und Familie vorbildlich abschnitten, scheinen in der Schweiz die bisherigen diesbezüglichen Anstrengungen nicht auszureichen. In einem Interview auf DRS 2 erläutert Wissenschaftsredaktor Christian Heuss, wie die Schweizer Universitäten auf die Studie reagiert haben und welche Herausforderungen sich an Hochschulpolitik und Familienpolitik stellen.
Die Studie von Dr. Ulle Jäger weist endlich nach, was lange vermutet wurde: Mentoring wirkt sich nicht nur positiv auf die akademische Laufbahn aus, sondern verändert und optimiert auch bestehende Strukturen im Wissenschaftsbetrieb.
Download der Analyse der Mentoring-Programme dissplus und Mentoring Medizin Basel und Jägers Empfehlungen zur weiteren Gestaltung von Mentoring an der Universität Basel.